Doku über Che Guevara und die Revolution (Englisch) sowie meine Gedanken dazu

Die Doku ist eine weitere Bestätigung für meine These, dass Widerstand gegen eine etablierte Macht Bereitschaft zum Märtyrertum und Brutalität voraussetzt. Ebenfalls bedarf es einer charismatischen Führungs-Persönlichkeit und einer klaren Ideologie, die auf breitgefächerten Bildung basiert. Deshalb (wegen der notwendigen Brutalität und der Bereitschaft sein Leben zu lassen) halte ich nichts von irgendwelchen Revolutionen. Sie führen immer zum Leid. Mag sein, dass im Falle Kubas die erbrachten Opfer unterm Strich gerechtfertigt waren. Doch wer bin ich zu entscheiden, wer Opfer zu erbringen (d.h. sein Leben zu lassen)  hat und wer nicht? Ich glaube das steht keinem von uns zu. Wer anders denkt, wird dafür die Rechnung kassieren, ob in diesem oder einem anderen Leben . Egal auf welcher Seite man steht und wie man die menschlichen Opfer rechtfertigt.

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Fidel Castro und Che Guevara im Gefängnis vor der erfolgreichen Revolution

Noch weniger bin ich aber ein Fan von „gewaltlosen“ Demonstrationen und Putschen, die meistens ebenfalls zu menschlichen Opfern führen, falls sie eine kritische Masse annehmen, da die etablierte Macht sie logischerweise versucht zu unterdrücken. Vor allem wenn man sich die gelenkten Revolutionen alleine der letzten 15 Jahre anschaut und zu was sie geführt haben. Auch meine eigenen Erfahrungen der letzten 10 Jahren mit Alternativen jeglicher Couleur (grün, links, verschwörungstheoretisch, prorussisch, spirituell/religiös) waren sehr ernüchternd. Entweder werden „gutmenschliche“ Bewegungen früher oder später von Geheimdiensten gelenkt, um ins Leere laufen zu lassen bzw. step by step zu verwaschen und systemkonform zu trimmen. Oder sie werden von Anfang an für bestimmte systemkonforme Ziele gegründet. Oder es fehlt ihnen an charismatischer, gebildeter, selbstloser und ideologisierter Führung. Oder sie sind ganz im Gegenteil in Ideologien gefangen, die auf beschränkten Dogmas und nicht auf Lebenserfahrung basieren.

Meiner Ansicht nach ist persönlicher, seelischer Wachstum, Nächstenliebe und daraus resultierender, selbstloser, lokaler Aktivismus (den man idealerweise nicht an die große Glocke hängt) der Schlüssel zur Veränderung der Welt. Alles andere hält nur das globale Hamsterrad am Laufen. Wie man nun diese Art von Frieden schafft, beschrieben und beschreiben Menschen wie Buddha, Jesus, Mohammed, Krishna, Laotse, Zarathustra, Moses, Kabir/Guru Nanak, Maulana Rumi und der von mir hier im Blog bereits mehrmals gepriesene Sant Kirpal Singh sowie seine Nachfolger.

Jedoch bin ich auch kein Fan von jeglichen religiösen Organisationen. Auch sie sind stets voll anvon niederen Trieben gesteuerten Opportunisten/Mitläufern, Heuchlern und Idioten, selbst wenn solche Organisationen von lebenden Heiligen und „Gottmenschen“ geführt werden (wie im Falle von Sant Mat). Ganz zu schweigen von etablierten religiösen Institutionen, die von selbsternannten  oder besser noch gewählten „Autoritäten“ geführt werden, die ihre Macht auf 1000-5000 Jahre alte Schriftstücke und deren Interpretationen stützen.

Kurzum Hass und Gewalt (Selbstverteidigung jetzt mal ausgenommen) führen zu nichts. Nur eigenes Glück und spontane Infizierung anderer damit, sowie selbstloses Helfen Menschen in Not aus eigenen Mitteln kann global und dauerhaft positive Veränderung herbeiführen. 

Auf der anderen Seite, wer andere unterdrückt und ausbeutet (im Kontext der Doku Kapital- und Macht-Eliten, im Allgemeinen jedoch auch z.B. Fleischesser) braucht sich nicht über Karma Payback zu wundern.